Das Magazin für Geschlechtergerechtigkeit
23.02.2022
3 Min. Lesedauer
Anne Schirmer
In Lebensläufe/ Werkzeuge

Lebensläufe-Bingo

Was sind für Jugendliche wichtige Themen im Übergang von Schule ins Leben? Mit einem Lebensläufe-Bingo können Sie es herausfinden.

Was sind für Jugendliche wichtige Themen im Übergang von Schule ins Leben? Mit einem Lebensläufe-Bingo können Sie es herausfinden

Schauen Sie sich im Vorfeld die Lebensläufe-Videos an:

(https://www.meintestgelaende.de/author/conrad/).

Kurzdarstellung/ Ziel

Die Teilnehmenden überlegen sich, was aus ihrer Sicht alles dazu gehört, wenn es darum geht, nach der Schule neue Schritte im Leben zu planen und zu gehen. Dazu sollen sie Stichworte aufschreiben, die ihnen spontan in den Sinn kommen. Diese Stichwörter werden für das Ansehen eines Lebensläufe-Videos genutzt. Anschließend tauschen sie sich, moderiert von der Workshopleitung, darüber aus.

Die Methode eignet sich gut für einen ersten Einstieg, da sie durch den spielerischen Aspekt eine Art Icebreaker darstellt, der für die ggf. anschießende Durchführung einer weiteren Methode zur tieferen Auseinandersetzung hilfreich ist. Zudem wird ein Bewusstsein dafür geschaffen, dass die Assoziationen zu dem o.g. Themenkomplex sehr breit gefächert sind und dass in den Filmen nochmals andere Themen und Aspekte zur Sprache kamen, die vielleicht nicht erwartet wurden. So kann vermittelt werden, dass der Übergang ins Erwachsenenleben viel mehr ist als „Berufsorientierung/ Berufswahl/Ausbildung/Studium“ und dies aber dennoch wichtig ist, um den eigenen Weg im Leben zu finden.

Zielgruppe

Diese Methode kann für jedes Alter eingesetzt werden, in dem junge Menschen sich mit ihrer Zukunft und beruflichen Fragen auseinandersetzen. Auch ob sie geschlechtergemischt oder -getrennt angewendet wird, ist frei wählbar.

Material

Laptop, Beamer, Leinwand oder – bei einer Onlineveranstaltung – ein geteilter Bildschirm, oder jede*r Teilnehmer*in schaut das Video auf dem eigenen Endgerät; Bingo-Raster (ausgedruckt oder digital), ggf. Stifte

Ablauf

Alle Teilnehmenden erhalten ein Blanko-Raster für das Bingo-Spiel, eine 3×3 Tabelle mit freien Feldern zum Beschriften (hier zum Download). Nun überlegen sie sich, was aus ihrer Sicht alles dazu gehört, wenn die Schule beendet ist und es darum geht, neue Schritte im Leben zu planen und zu gehen und schreiben je einen Begriff in eines der freien Felder. Alle Felder müssen zum Schluss beschriftet sein. Bestenfalls überlegt jede*r Teilnehmer*in für sich alleine, sodass tatsächlich jeder Zettel individuell beschriftet wird, da so das Spiel mehr Spaß macht.

Anschließend wird einer der Lebensläufe-Filme angeschaut. Sobald in dem Video einer der Begriffe vorkommt, der auf dem eigenen Bingo-Zettel steht, wird dieser abgekreuzt. Wenn eine komplette Reihe waagrecht, senkrecht oder diagonal abgekreuzt wurde, also wenn 3 der auf dem eigenen Zettel geschriebenen Begriffe auch im Video vorkamen, darf „Bingo!“ gerufen werden. Sollte zum Ende eines Videos noch niemand Bingo gerufen haben, kann die Workshopleitung auch überlegen, noch direkt einen weiteren Lebensläufe-Clip zu zeigen, sofern die Zeit reicht.

Danach folgt eine kurze Austauschrunde. Falls kein Bingo zustande kam, muss dies nicht frustrierend sein, sondern kann sportlich genommen werden und konstruktiv in den Austausch mit einfließen. Impulsfragen für die Austauschrunde könnten sein:

  • Wer hat alles ein Bingo, welche Begriffe führten zum Bingo?
  • Welcher Stichwörter wurden aufgeschrieben, kamen aber im Video nicht vor?
  • Warum haben sich die Teilnehmenden für die jeweiligen Begriffe entschieden, die sie notiert haben?
  • Gibt es bestimmte Begriffe, die eventuell Erklärung von dem*der jeweiligen Teilnehmenden benötigen?

Mit dieser Einstiegsübung werden die thematischen Perspektiven auf Lebensläufe und Berufsfragen aufgemacht, so dass der Fokus im weiteren Arbeiten über die pure Berufsentscheidung hinausragen kann.

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