Seit mehr als zehn Jahren sammeln wir auf unserer Jugendwebsite meinTestgelände Texte junger Menschen zu allem, was sie bewegt. In diesen Zitaten sprechen Jungen* und junge Männer über Männlichkeitsanforderungen:
Eldorado schreibt:
„Ich war lange genug davon überzeugt, dass Männer nicht weinen dürfen, dass es eine Form von Schwäche ist und wir Männer Stärke zeigen müssen. Doch mir ist aufgefallen, dass Stärke nicht mit Härte gleichzusetzen ist. Stärke bedeutet für mich unter anderem auch sanft zu mir selbst zu sein.“
Alexandros sagt:
„Was ich schön finde ist auch, dass meine Mutter mich bittet meine Schwester abzuholen, wenn es abends spät ist. Ich bin 18 und meine Schwester ist 21. Ich mach das gerne und es fühlt sich gut an, dass ich sie beschütze und sie das Vertrauen in mich haben, auch weil die Mädchen nicht so viel Kraft haben und sich nicht so wehren können. Schwierig am Mann sein finde ich auch eine Freundin zu bekommen. Mädchen haben es viel einfacher, wenn sie einen Jungen haben wollen. Sie schreiben einfach und schon klappt das. Wir Jungen müssen da viel mehr investieren – richtig mit Herzblut kämpfen und am Ende wird es dann vielleicht doch nichts. Mädchen kann man echt schwer durchschauen.”
Ulascan Koku dichtet:
„Wie sähe das nur aus
Wenn ich hier säße mit einem pinken Getränk
„Das ist doch nichts für Männer!“
Auch wenn es so unglaublich gut schmeckt
„Warum eigentlich nicht
Wovor schäme ich mich eigentlich?“
Die Gedanken in meinem Kopf vom „Mann sein“
Erdrücken und erschlagen mich.”

Sozialwissenschaftler & Vorstand der Landesarbeitsgemeinschaft Jungenarbeit NRW Michael Drogand-Strud schreibt dazu:
„Jungen* sind die bestehenden Männlichkeitsvorgaben sehr bewusst und sie versuchen diese so lange zu erfüllen, bis sie merken, dass ihnen damit ihr Leben, ihre eigene Entwicklung genommen wird. Jungen*profitieren von den Bevorzugungen, den Freiheiten, dem Dominanzverhalten und der Ausrichtung auf Macht- und Gewaltstrukturen, a) solange sie diese Zuschreibungen auch erfüllen; b) solange sie die Einschränkungen, die damit verbunden sind, als gering oder nicht-existent einordnen; c) solange sie nicht reflektiert haben welche schädigenden Auswirkungen das anscheinend “natürliche, männliche” Verhalten auf sie und andere Menschen hat. Für die Jungen*arbeit bedeutet das dann: Zuschreibungen und Geschlechternormierungen aufgreifen, Risiken und Schädigungen benennen sowie Werte reflektieren.“
Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Vimeo. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Mehr InformationenSie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Mehr InformationenSie müssen den Inhalt von reCAPTCHA laden, um das Formular abzuschicken. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten mit Drittanbietern ausgetauscht werden.
Mehr InformationenSie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Google Maps. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Mehr InformationenSie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Google Maps. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Mehr InformationenSie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Mapbox. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Mehr InformationenSie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von OpenStreetMap. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Mehr Informationen